Jurys
Internationale Jury 2024
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Die kenianisch-mexikanische Schauspielerin, Regisseurin, Produzentin und New York Times Bestseller-Autorin Lupita Nyong'o gehört spätestens seit ihrem Academy Award 2014 als Beste Nebendarstellerin in 12 Years a Slave (Regie: Steve McQueen) zu den profiliertesten internationalen Schauspielerinnen und begeistert Publikum und Filmkritiker*innen gleichermaßen. Die Tochter kenianischer Eltern wurde in Mexiko-Stadt geboren und wuchs in Kenia auf. Lupita Nyong'o studierte Film- und Theaterwissenschaften am Hampshire College (USA). Nach einem weiteren Studium an der Yale School of Drama startete sie ihre Schauspielkarriere und feierte mit 12 Years a Slave ihren Durchbruch. Neben dem Oscar erhielt sie dafür den Screen Actors Guild Award, den Critics’ Choice Award, den Independent Spirit Award und den NAACP Image Award. Zu ihren Kinoerfolgen gehören der Marvel-Film Black Panther, die Fortsetzung Black Panther: Wakanda Forever, Wir, Little Monsters, Queen of Katwe, Star Wars: Das Erwachen der Macht und der Thriller The 355. Demnächst übernimmt sie eine Rolle im Horror-Franchise Spin-off A Quiet Place: Day One. Neben ihrer Filmkarriere ist Lupita Nyong'o auch an den Broadway-Bühnen aktiv und schrieb 2020 das Kinderbuch „Sulwe“, das auf der Liste der New York Times Best Sellers stand. Lupita Nyong'o bereitet gerade einen Podcast vor, dessen Fokus das nicht-fiktionale Storytelling aus der afrikanischen Diaspora ist. Außerdem entwickelt sie eine Serie auf der Grundlage von Chimamanda Ngozi Adichies' „Americanah“. Jüngst war sie Ausführende Produzentin des sudanesischen Films Goodbye Julia (Regiedebüt von Mohamed Kordofani). Goodbye Julia wurde vom sudanesischen Nationalkomitee, das im Exil arbeitet, für den Wettbewerb um den Besten Internationalen Spielfilm bei den 96. Academy Awards ausgewählt.
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Brady Corbet ist ein US-amerikanischer Regisseur und Schauspieler, der für seine vielfältigen Rollen in der Filmindustrie bekannt ist. Zu seinen schauspielerischen Leistungen gehören Rollen in Dreizehn (2003), Mysterious Skin - Unter die Haut (2004) und Funny Games U.S. (2007). Als Regisseur debütierte Corbet mit dem Kurzfilm Protect You + Me (2008), der beim Sundance Film Festival gezeigt wurde und eine lobende Erwähnung in der Kategorie Kurzfilm erhielt. Sein erster Spielfilm The Childhood of a Leader (2015) feierte bei den 72. Filmfestspielen von Venedig in der Sektion Orrizzonti Premiere und gewann die Preise für den besten Debütfilm und die beste Regie. Im Jahr 2018 führte er Regie bei Vox Lux, der für einen Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen von Venedig nominiert war. Derzeit arbeitet Corbet an seinem dritten Spielfilm, The Brutalist, der sich in der Postproduktion befindet.
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Ann Hui wuchs in Hongkong auf, wo sie Literatur studierte, bevor sie die London Film School besuchte. Gleich für ihren ersten Spielfilm The Secret (1979) gewann sie den Golden Horse Award. The Story of Woo Viet (1981) und Boat People (1982) feierten beide Premiere bei den Filmfestspielen in Cannes. Die Romanze von Buch und Schwert lief 1988 im Forum der Berlinale, später folgten für Sommerschnee (1995) – ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären für die Beste Darstellerin – und Alltägliche Helden (1999) Einladungen in den Wettbewerb. Auch Mein amerikanischer Enkel (1990), Stunt Woman (1996), Eighteen Springs (1997), July Rhapsody (2002) und Goddess of Mercy (2003) wurden bei der Berlinale gezeigt. 2011 feierte A Simple Life Weltpremiere im Wettbewerb der Filmfestspiele in Venedig. Ann Hui wurde sechsmal bei den Hongkong Film Awards und dreimal bei den Golden Horse Awards für die Beste Regie geehrt, darüber hinaus erhielt sie die Berlinale Kamera (1997), mehrere Ehrendoktorwürden und wurde zum Member of the Order of the British Empire (MBE) ernannt.
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Christian Petzold gehört zu den profiliertesten Regisseuren des zeitgenössischen deutschen Kinos. Nach seinem Regiestudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin folgte auf TV-Arbeiten sein Kinodebüt Die innere Sicherheit (2000), das zu den Filmfestspielen in Venedig eingeladen wurde und den Deutschen Filmpreis erhielt. Nachdem Wolfsburg 2003 im Panorama der Berlinale lief, war er 2005 mit Gespenster erstmals im Wettbewerb vertreten. Fünf weitere Wettbewerb-Teilnahmen folgten. Für Barbara wurde er 2012 mit dem Silbernen Bären für die Beste Regie ausgezeichnet, 2023 erhielt Roter Himmel den Großen Preis der Jury. Außerdem gewannen Nina Hoss für Yella (2007) und Paula Beer für Undine (2020) jeweils den Silbernen Bären als Beste Darstellerin. Zu den weiteren Preisen, mit denen Petzold im Laufe seiner Karriere bislang ausgezeichnet wurde, gehören der Bayerische Filmpreis, der Grimme-Preis, der Preis der deutschen Filmkritik sowie der FIPRESCI-Preis für Phoenix (2014) beim Festival in San Sebastián.
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Der spanischer Regisseur Albert Serra studierte zunächst Literaturwissenschaften in Barcelona. 2006 feierte sein Debütfilm Ehre der Ritter beim Filmfestival in Cannes Premiere, wo auch Der Gesang der Vögel (2008) in der Quinzaine des Réalisateurs zu sehen war. Story of My Death (2013) wurde in Locarno mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnet. Nachdem Der Tod von Louis XIV. 2016 in Cannes außer Konkurrenz und Liberté 2019 in Un Certain Regard gezeigt wurde, erhielt Pacifiction 2022 dort schließlich eine Einladung in den Wettbewerb. Der Film wurde unter anderem mit zwei Césars, drei Prix Lumières sowie drei Mal mit dem Premis Gaudí ausgezeichnet. 2012 war Serras 101 Stunden lange Arbeit The Three Little Pigs auf der dOCUMENTA (13) zu sehen, drei Jahre später wurde sein Projekt Singularity im Kontext der Biennale in Venedig gezeigt. Retrospektiven seiner Arbeiten fanden unter anderem im Centre Pompidou in Paris, der Tate Modern in London und dem Berliner Arsenal – Institut für Film und Videokunst statt.
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2001 übernahm die 1981 in Rom geborene Jasmine Trinca in Nanni Morettis Das Zimmer meines Sohnes ihre erste Kinorolle. Für Moretti stand sie auch bei Der Italiener (2006) vor der Kamera, mit Michele Placido drehte sie Romanzo Criminale (2005, Berlinale-Wettbewerb) und Il grande sogno (2009). 2007 wurde sie im Rahmen der Berlinale als European Shooting Star geehrt, zwei Jahre später erhielt sie bei den Filmfestspielen in Venedig den Marcello-Mastroianni-Preis. In Frankreich drehte sie mit Bertrand Bonello die Filme Haus der Sünde (2011) und Saint Laurent (2014). Zu den weiteren Regisseur*innen, für die sie vor der Kamera stand, gehören Marco Tullio Giordana (Die besten Jahre, 2003), Valeria Golino (Miele, 2013; Euforia 2018), Pierre Morel (The Gunman, 2015), die Taviani-Brüder (Das Dekamerone, 2015) und Ildikó Enyedi (Die Geschichte meiner Frau, 2021). Für Sergio Castellittos Fortunata (2017) erhielt sie nicht nur den Darstellerinnenpreis der Sektion Un Certain Regard in Cannes, sondern auch diverse italienische Filmpreise. Trincas Regiedebüt Marcel! feierte 2022 Weltpremiere bei den Filmfestspielen in Cannes.
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Oksana Zabuzhko, die bereits in ihrer Jugend erste Gedichte schrieb, gilt als vielleicht wichtigste lebende Schriftstellerin der Ukraine und hat bereits mehr als 20 Bücher veröffentlicht, darunter Lyrik, Prosa und Sachliteratur. Sie studierte zunächst Philosophie an der Universität Kyiv und promovierte an der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften, bevor sie als Gastprofessorin an US-Universitäten wie Penn State, Pittsburgh und Harvard unterrichtete. Seit der Veröffentlichung ihres Romans „Feldstudien über ukrainischen Sex“ 1996 arbeitet sie als freischaffende Schriftstellerin. Zabuzhkos Werke wurden in viele Sprachen übersetzt. Neben zahlreichen Auszeichnungen in ihrer Heimat wurde sie auch mit dem Orden der französischen Ehrenlegion bedacht. Für ihren Roman „Das Museum der vergessenen Geheimnisse“ erhielt sie den Mitteleuropäischen Literaturpreis Angelus. Ihr Roman „Die längste Buchtour“, über den historischen Hintergrund des gegenwärtigen russisch-ukrainischen Konflikts, wurde 2022 in der Ukraine mit dem Preis als Buch des Jahres ausgezeichnet.
Encounters-Jury 2024
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Lisandro Alonso wurde 1975 in Bueno Aires geboren und studierte Regie an der Universidad del Cine. Sein Spielfilmdebüt La Libertad feierte 2001 Weltpremiere in der Sektion Un Certain Regard in Cannes. Nach der Gründung seiner eigenen Produktionsfirma folgte drei Jahre später Los Muertos, der in Cannes in der Quinzaine des Réalisateurs lief, gefolgt von Fantasma 2006 und Liverpool (2008). In Alonsos Film Jauja, der 2014 in Cannes mit dem FIPRESCI-Preis der Sektion Un Certain Regard ausgezeichnet wurde, übernahm Viggo Mortensen die Hauptrolle. Die beiden arbeiteten auch bei Eureka zusammen, der 2023 ebenfalls Weltpremiere in Cannes feierte.
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Nach seinem Filmstudium drehte Denis Côté Kurzfilme und arbeitete einige Jahre als Filmkritiker. 2005 wurde sein Langfilmdebüt Les états nordiques in Locarno mit dem Goldenen Leoparden im Videowettbewerb ausgezeichnet. Nachdem das Forum 2012 seinen international gefeierten Film Bestiaire zeigte, folgten Berlinale-Teilnahmen mit Vic + Flo haben einen Bären gesehen (Wettbewerb 2013), Que ta joie demeure (Forum 2014), Boris sans Béatrice (Wettbewerb 2016) und Répertoire des villes disparues (Wettbewerb 2019). Mit Sozialhygiene gewann er 2021 in der Sektion Encounters den Preis für die Beste Regie, 2022 präsentierte er Un été comme ça im Wettbewerb. Côté wurden weltweit über 40 Retrospektiven gewidmet.
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Die in Italien geborene Regisseurin Tizza Covi studierte Fotografie in Wien und begann kurz danach, mit Rainer Frimmel an Fotografie-, Theater- und Filmprojekten zusammenzuarbeiten. Ihr Dokumentarfilm Babooska (2006) wurde im Berlinale Forum mit dem Wolfgang-Staudte-Preis ausgezeichnet. Ihr erster Spielfilm La Pivellina (2009) wurde in Cannes uraufgeführt und später bei der Berlinale in der Sektion Generation gezeigt. Ihr zweiter Spielfilm Der Glanz des Tages wurde 2013 in der Perspektive Deutsches Kino präsentiert und gewann in Locarno u.a. den Silbernen Leoparden für den besten Hauptdarsteller. Ihre Dokumentation Aufzeichnungen aus der Unterwelt (Panorama 2020) erhielt eine lobende Erwähnung beim Berlinale Dokumentarfilmpreis. 2022 gewann ihr jüngster Film Vera in der Sektion Orrizonti des Filmfestivals von Venedig Preise für die Beste Regie und die Beste Darstellerin.
Internationale Kurzfilmjury 2024
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Ilker Çatak ist Regisseur und Drehbuchautor aus Berlin. Er wuchs in Berlin und Istanbul auf und arbeitete vor dem Filmstudium vier Jahre für deutsche und internationale Kinoproduktionen. Er hat über ein Dutzend Kurzfilme realisiert, sein Abschlussfilm Sadakat gewann 2015 den Student Academy Award in Gold. Sein vierter Langfilm Das Lehrerzimmer feierte 2023 im Panorama seine Premiere und ist für den Oscar® als „Bester internationaler Film“ nominiert. Der Film wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit fünf deutschen Filmpreisen. Auch für seine anderen Kurz- und Langfilme, wie etwa Es gilt das gesprochene Wort, erhielt Çatak zahlreiche Preise.
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Xabier Erkizia ist Soundkünstler und -forscher aus dem Baskenland. In seinen Werken setzt er sich mit dem Hören, Herstellen und Gestalten von Ton auseinander. Er realisiert Soundinstallationen für Ausstellungen und Bühnenproduktionen, ebenso wie Radioproduktionen und Filmsoundtracks, sowohl als Solokünstler als auch in Kooperation mit anderen Künstler*innen und Bands. El sembrador de estrellas (Berlinale Shorts 2022) und Samsara (Encounters 2023) von Lois Patiño sind zwei der über 100 Filme, an denen er mitgewirkt hat. Darüber hinaus ist Erkezia als Filmemacher tätig, forscht und publiziert zu Sound in all seinen Formen, kuratiert Musikfestivals und unterrichtet.
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Jennifer Reeder ist Regisseurin, Drehbuchautorin, Videokünstlerin und Dozentin aus Chicago. Neben ihrer Ausbildung zur Balletttänzerin begann sie ihre künstlerische Laufbahn mit der auf VHS gedrehten Trilogie The White Trash Girl, in der sie selbst die Hauptrolle spielte. In ihren Kurzfilmen widmete sie sich der Welt von jungen Mädchen und hat damit im Genre Teen-Film eigene Akzente gesetzt. Ihre Filme werden weltweit sowohl im Kunstkontext als auch auf renommierten Filmfestivals gezeigt. Bei der Berlinale feierte Reeder die Premiere von Blood Below the Skin (Berlinale Shorts 2015), Crystal Lake (Generation 2016), ihrem ersten Langfilm Knives and Skin (Generation 2019) und dem Horrorthriller Perpetrator (Panorama 2023).
Kinderjury Generation Kplus 2024
Über die Vergabe der Gläsernen Bären im Wettbewerb Generation Kplus entscheidet eine siebenköpfige Kinderjury zwischen 11 und 14 Jahren. Sie wird über im Vorjahr eingereichte Filmfragebögen von der Sektionsleitung ausgesucht und von der Festivalleitung offiziell berufen.
Die Mitglieder der Generation Kplus Kinderjury 2024: Elisabeth Christenfeldt, Frederik Hammer, Kali Marsh, Roza Papastefanou, Paula Amélie Riedel, Nanami Lina Rohrer, Juni Spanier.
Jugendjury Generation 14plus 2024
Über die Vergabe der Gläsernen Bären im Wettbewerb Generation 14plus entscheidet eine fünfköpfige Jugendjury zwischen 14 und 18 Jahren. Sie wird über im Vorjahr eingereichte Filmfragebögen von der Sektionsleitung ausgesucht und von der Festivalleitung offiziell berufen.
Die Mitglieder der Jugendjury Generation 14plus 2024: Erik Lars Dziergwa, Viola Holland, Cynthia Kuo-Lo, Solace Pieper, Sea Starzacher.
Internationale Jury von Generation 2024
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Der in Dubai geborene Sudanese Amjad Abu Alala studierte an der United Arab Emirates University, wo er unter anderem unter Anleitung von Abbas Kiarostami mehrere Kurzfilme inszenierte. Sein erster langer Spielfilm You Will Die at Twenty (Mit 20 wirst du sterben) feierte 2019 Weltpremiere im Rahmen der Venice Days bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig, wo er als bester Debütfilm ausgezeichnet wurde. Der Film lief anschließend auch beim Toronto International Film Festival und war Sudans Oscar-Kandidat. Abu Alala verantwortet seit 2014 das Programm des Sudan Independent Film Festivals und ist mit seiner Produktionsfirma an Filmen wie dem in Cannes prämierten Goodbye Julia (2023) von Mohamed Kordofani beteiligt.
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Banafshe Hourmazdi studierte Schauspielerei an der ADK Baden-Württemberg und der ZHdK, bevor sie ihre Karriere am Theater begann. 2015 gewann sie den Newcomerpreis der Stadt Wien für ihre Produktion „Meine Nase läuft“ am Theater Drachenstraße. Für ihre Rolle in Futur Drei von Faraz Shariat, der 2020 Premiere im Panorama der Berlinale feierte, erhielt sie den First Steps Award. Nach Rollen in Serien wie Loving Her und Oh Hell sowie dem Film Kokon (2020) von Leonie Krippendorf war sie zuletzt in der Komödie Ein Fest fürs Leben (2023) zu sehen. Bereits abgedreht hat sie Wo keine Götter sind, walten Gespenster von Bastian Gascho, Turning Tables von Angelina Maccarone sowie den neuen Film von Burhan Qurbani.
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Der in New York ansässige Regisseur Ira Sachs ist seit vielen Jahren regelmäßig mit seinen Arbeiten im Programm der Berlinale vertreten. Während Forty Shades of Blue (2005), der Teddy-Gewinner Keep the Lights On (2012), Love is Strange (Liebe geht seltsame Wege, 2014) und zuletzt Passages (2023) im Panorama liefen, war er mit Little Men (2016) Gast in Generation. 2023 besuchte er gemeinsam mit seinem Ehemann, dem Künstler Boris Torres, und ihren beiden Kindern zahlreiche Generation-Vorstellungen und freut sich nun auch als Juror zurück zu sein. Neben seiner Arbeit hinter der Kamera ist Sachs auch Gründer der Organisation QueerArt, die LGBTQ+-Künstler*innen in den Bereichen Film, Performance, Literatur und bildende Kunst unterstützt.
Jury GWFF Preis Bester Erstlingsfilm 2024
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Die in New York geborene Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin Eliza Hittman studierte Kunst am California Institute of the Arts. Ihr Spielfilmdebüt It Felt Like Love, das sie produzierte und für das sie auch das Drehbuch schrieb, feierte 2013 in Sundance Premiere. Dort wurde auch ihr zweiter Film Beach Rats (2017) uraufgeführt und mit dem Regiepreis ausgezeichnet. Mit ihrem dritten Spielfilm Never Rarely Sometimes Always nahm sie 2020 am Wettbewerb der Berlinale teil und gewann den Silbernen Bären Großer Preis der Jury. 2018 war sie Guggenheim-Stipendiatin und 2021 Jurypräsidentin beim Filmfestival in Locarno. Derzeit ist sie außerordentliche Professorin für Film und Video am Pratt Institute.
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Andréa Picard ist Filmkuratorin beim Toronto International Film Festival, wo sie Retrospektiven in der TIFF Cinematheque programmiert und die Sektion Wavelengths leitet, die Künstlerfilmen und Video gewidmet ist. Außerdem ist sie Beraterin des Internationalen Filmfestivals von Marrakesch und war zuvor künstlerische Leiterin der 40. Ausgabe des Festivals Cinéma du Réel im Centre Pompidou in Paris. Sie hat international Ausstellungen kuratiert und als Autorin und Kritikerin zahlreiche Künstlermonografien und wiederholt Beiträge im Cinema Scope Magazin sowie in Artforum, Sight & Sound und Mousse veröffentlicht.
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Katrin Pors ist eine dänische Produzentin, die dafür bekannt ist, eine Brücke zwischen Lateinamerika und Nordeuropa zu schlagen. Sie ist eine der Gründerinnen der Produktionsfirma Snowglobe und hat als Produzentin, Ko- und ausführende Produzentin an zahlreichen Projekten mit einigen der angesehensten Regisseur*innen des zeitgenössischen Arthouse-Kinos gearbeitet. Zu ihren jüngsten Arbeiten als Produzentin gehören der Eröffnungsfilm der 50. Directors' Fortnight The Untamed (2016) von Amat Escalante, Birds of Passage (2018) von Ciro Guerra und Cristina Gallego, Godland (2022) von Hlynur Palmason sowie die Koproduktionen Monos (Panorama 2019) von Alejandro Landes, The Worst Person in the World (2021) von Joachim Trier und A Chiara (2021) von Jonas Carpignano, die ihre Premieren in Cannes feierten.
Jury Berlinale Dokumentarfilmpreis 2024
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Der im Irak geborene Abbas Fahdel studierte Film und promovierte an der Sorbonne, wo er u.a. bei Jean Rouch, Eric Rohmer und Serge Daney lernte. Nach Anfängen als Filmkritiker begann er 2002 seine Regiekarriere. Im Irak drehte er drei Dokumentarfilme, darunter Homeland: Iraq Year Zero (2015), der bei verschiedenen Festivals mit Preisen bedacht wurde. 2008 inszenierte er mit Dawn of the World seinen ersten Spielfilm. Sein zweiter, im Libanon gedrehter Spielfilm, Yara, feierte 2018 Weltpremiere in Locarno. Der Dokumentarfilm Bitter Bread (2019) war beim New York Film Festival zu sehen, bevor Fahdel 2022 mit Tales of the Purple House nach Locarno zurückkehrte. Sein erster Roman „Ce que le temps fait à la pierre“ erscheint im April 2024.
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Seit den 1980er Jahren ist der 1955 in Berlin (DDR) geborene Thomas Heise als freischaffender Autor und Regisseur tätig. Nach drei Jahren als Meisterschüler bei Gerhard Scheumann an der Akademie der Künste (DDR) erlangten neben diversen Theaterinszenierungen auch seine Dokumentarfilme zusehends größere Aufmerksamkeit. Bereits siebenmal wurden seine Arbeiten ins Forum der Berlinale eingeladen, zuletzt 2019 Heimat ist ein Raum aus Zeit, der unter anderem mit dem Deutschen Dokumentarfilmpreis und dem Preis der deutschen Filmkritik ausgezeichnet wurde. Lange Jahre unterrichtete Heise, der auf zahlreichen internationalen Filmfestivals mit Preisen bedacht wurde, auch an verschiedenen Hochschulen, etwa in Karlsruhe und Wien.
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Die Werke der Regisseurin, Künstlerin und Anthropologin Véréna Paravel verbinden ethnografische Sensibilität mit politischen und ökologischen Imperativen. Ihre Arbeiten sind in der ständigen Ausstellung des New Yorker MoMA zu sehen und wurden unter anderem in der Tate und auf der documenta 14 präsentiert. Seit 2006 ist sie am Sensory Ethnography Lab der Harvard Universität tätig. Ihre preisgekrönten Filme, Foreign Parts (2010), Leviathan (2012), somniloquies (Berlinale Forum 2017) und De Humani Corporis Fabrica (2022) u.a., entstanden in Co-Regie und wurden in Berlin, Cannes, Locarno, Toronto, Venedig und bei anderen Filmfestivals gezeigt. Paravel ist Gastprofessorin für Kunst, Film und Visuelle Studien an der Harvard Universität und ist Mitglied der Master Class Abteilung an der Sciences Po École des Arts Politiques in Paris.
Alle Preise & Jurys 2024
Internationale Jury 2023
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Die US-amerikanische Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin Kristen Stewart gilt als eines der großen jungen Talente Hollywoods. 1999 hatte sie als 9-Jährige ihr Leinwanddebüt. Nur drei Jahre später stand sie an der Seite von Jodie Foster in David Finchers Panic Room vor der Kamera und erlangte bereits größere Bekanntheit. Mit der 5-teiligen Twilight-Saga (2008–2012) erfolgte ihr internationaler Durchbruch. 2010 war sie bei der Berlinale mit der Independent Produktion Willkommen bei den Rileys (Regie: Jake Scott) zu Gast. Im selben Jahr erhielt sie bei den BAFTAs den Orange Rising Star Award als Beste Nachwuchsdarstellerin.
2014 spielte sie neben Juliette Binoche in Die Wolken von Sils Maria unter der Regie des französischen Autorenfilmers Olivier Assayas. Als erste US-Amerikanerin wurde sie dafür 2015 mit Frankreichs nationalem Filmpreis César ausgezeichnet. Die Zusammenarbeit mit Assayas setzte sie 2016 bei Personal Shopper fort, in dem sie die Hauptrolle übernahm. Im folgenden Jahr feierte sie mit dem Kurzfilm Come Swim ihr Debüt als Regisseurin und Drehbuchautorin. 2018 war sie Mitglied der Internationalen Jury der Filmfestspiele in Cannes. Einen Ausflug ins Actiongenre machte sie 2019 mit der Neuverfilmung von 3 Engel für Charlie (Regie: Elizabeth Banks) und lieferte eine faszinierende Darstellung im Biopic Jean Seberg – Against all Enemies (Regie: Benedict Andrews), das bei den Filmfestspielen in Venedig uraufgeführt wurde. 2020 verantwortete sie mit dem Kurzfilm Grillen ihre nächste Regiearbeit. Zuletzt beeindruckte sie im Kino als Prinzessin Diana in Pablo Larraíns Filmdrama Spencer, das ihr eine Oscar- und Critics Choice Award Nominierung als Beste Schauspielerin einbrachte. Erst kürzlich hat sie die Dreharbeiten zu Love Me an der Seite von Steven Yeun sowie zu Love Lies Bleeding unter der Regie von Rose Glass abgeschlossen.
Kristen Stewart hat sich als eine der profiliertesten internationalen Schauspielerinnen etabliert und begeistert Publikum und Filmkritiker*innen gleichermaßen. Derzeit bereitet sie ihr Regiedebüt bei einem abendfüllenden Spielfilm vor: die Adaption des Bestsellers „The Chronology of Water“ von Lidia Yuknavitch.
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Bereits als Jugendliche begann die 1983 in Teheran geborene Golshifteh Farahani ihre Schauspielkarriere. Als 16-Jährige wurde sie für The Pear Tree (1998) von Dariush Mehrjui beim Internationalen Fajr-Filmfestival als Beste Schauspielerin ausgezeichnet, später stand sie unter anderem für Bahman Ghobadis Halbmond (2006) oder den iranischen Oscar-Beitrag M For Mother (2006) vor der Kamera. Als Hauptdarstellerin von Asghar Farhadis Alles über Elly, der den Silbernen Bären für die Beste Regie gewann, war sie 2009 erstmals bei der Berlinale zu Gast. Seit 2009 lebt die auch als Musikerin tätige Farahani in Paris und dreht vor allem französisch- und englischsprachige Filme. Unter anderem war sie in Ridley Scotts Der Mann, der niemals lebte (2008) und Exodus: Götter und Könige (2014), Huhn mit Pflaumen (2011) von Marjane Satrapi, Jim Jarmuschs Paterson (2016), Auf der Couch in Tunis (2019) von Manele Labidi oder zuletzt Arnaud Desplechins Frère et Soeur (2022) zu sehen. Für Stein der Geduld (2012) von Atiq Rahimi wurde sie für den César nominiert.
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Nachdem sie zunächst Germanistik und Philosophie studiert hatte, begann Valeska Grisebach ihr Filmstudium in Wien. Für ihren Abschlussfilm Mein Stern (2001) wurde sie nicht nur mit dem First Steps Award ausgezeichnet und für den Grimme-Preis nominiert, sondern gewann auch den Hauptpreis des Torino Film Festivals sowie den FIPRESCI-Preis in Toronto. Bereits ihr zweiter Spielfilm Sehnsucht wurde 2006 in den Wettbewerb der Berlinale eingeladen. Anschließend wurde der Film auf zahlreichen internationalen Festivals mit Preisen bedacht, darunter in Buenos Aires, Gijón und Warschau. 2017 feierte ihr Film Western Weltpremiere in der Sektion Un Certain Regard in Cannes. Sie erhielt dafür unter anderem den Deutschen Filmpreis in Bronze, den Preis der deutschen Filmkritik sowie Preise in Tromsø, Ludwigshafen, Sevilla, Mar del Plata und Istanbul. Darüber hinaus war Grisebach, die auch an der DFFB unterrichtete, bereits als Jury-Mitglied unter anderem in Locarno und der Cinéfondation in Cannes tätig.
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Schon bevor er 2021 für die Komödie Bad Luck Banging or Loony Porn mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet wurde, war der 1977 in Bukarest geborene Radu Jude ein gern gesehener Gast der Berlinale. Sein erster Spielfilm The Happiest Girl in the World feierte 2009 im Forum seine Weltpremiere, wo später auch Everybody in Our Family (2012) und Uppercase Print (2020) sowie der gemeinsam mit Adrian Cioflâncă inszenierte Dokumentarfilm The Exit of the Trains (2020) zu sehen waren. Im Berlinale Wettbewerb war er erstmals 2015 mit Aferim! vertreten, für den er den Silbernen Bären für die Beste Regie erhielt. Ein Jahr später wurde Jude für Scarred Hearts – Vernarbte Herzen in Locarno mit dem Jury Award bedacht, 2018 gewann Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen in Karlovy Vary den Kristallglobus als Bester Film. Zuletzt lief sein Kurzfilm The Potemkinists 2022 in der Quinzaine des Réalisateurs ins Cannes.
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Francine Maisler ist eine der anerkanntesten und erfahrensten Casting Directors der Filmbranche. Den Artios Award der Casting Society of America erhielt sie bereits zehn Mal, darüber hinaus wurde sie u. a. mit dem Emmy, dem Hollywood Film Award sowie zweimal mit dem Independent Spirit Award ausgezeichnet und zweimal für den BAFTA nominiert. Zu den Regisseur*innen, mit denen sie bislang zusammenarbeitete, gehören u.a. Alejandro G. Iñárritu, Noah Baumbach, Greta Gerwig, Steve McQueen, Denis Villeneuve, Nora Fingscheidt und Yorgos Lanthimos. Immer wieder waren Filme, die sie besetzte, auch auf der Berlinale zu sehen, etwa Gus Van Sants Milk (2008) und Don’t Worry, weglaufen geht nicht (2018), Knight of Cups (2015) von Terrence Malick, Jeff Nichols’ Midnight Special (2016) und Vice: Der zweite Mann (2018) von Adam McKay. Zuletzt wirkte Maisler an den Filmen Dune (2021) von Denis Villeneuve, She Said (2022) von Maria Schrader und Luca Guadagninos Bones and All (2022) mit. Zu ihren bevorstehenden Filmen gehören Bong Joon Hos Mickey 17, Dune Part 2 von Denis Villeneuve und Todd Phillips Joker: Folie à Deux.
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Die Karriere der Filmemacherin Carla Simón ist eng mit der Berlinale verbunden. 2017 feierte ihr autobiografisches Langfilmdebüt Fridas Sommer (Estiu 1993) in der Sektion Generation Weltpremiere und wurde mit dem Preis für den Besten Erstlingsfilm sowie dem Großen Preis der Internationalen Jury von Generation Kplus ausgezeichnet. Der Film gewann anschließend mehr als 30 weitere Preise auf internationalen Festivals sowie drei Goyas, wurde als Bester Erstlingsfilm beim Europäischen Filmpreis nominiert und als Spaniens Oscar-Beitrag ausgewählt. Im vergangenen Jahr erhielt die in einem katalanischen Dorf aufgewachsene Regisseurin für ihren zweiten Film Alcarràs den Goldenen Bären der Berlinale. Darüber hinaus wurde der Film für elf Goyas sowie drei Europäische Filmpreise nominiert. Bereits 2019 hatte sie für das Projekt den Eurimage Co-Production Development Award beim Berlinale Co-Production Market gewonnen. Simóns jüngster Kurzfilm Letter to My Mother for my Son wurde 2022 beim Filmfestival in Venedig gezeigt.
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Der vielfach ausgezeichnete Regisseur und Produzent Johnnie To begann seine Karriere beim Fernsehen in Hongkong, bevor ihm Ende der Achtziger Jahre u.a. mit All About Ah Long (1989) der Durchbruch als Kino-Regisseur gelang. Tos genreübergreifendes Oeuvre als Regisseur umfasst über 50 Filme. Von den 1980er bis zu den 2000er Jahren gab er dem Genre des Kriminalfilms eine neue Form, die noch heute als Bezugspunkt für die jüngere Generation asiatischer Filmemacher*innen dient. 1996 gründete er die Produktionsfirma Milkyway, für die er erstmals 1998 den Film A Hero Never Dies inszenierte. Mit Election (2005), Vengeance (2009) nahm er am Wettbewerb von Cannes teil, 2008 konkurrierte er mit Sparrow um den Goldenen Bären der Berlinale, wo seine Filme auch häufig im Forum präsentiert wurden. Auch in Venedig oder Toronto war To wiederholt zu Gast, etwa mit Exiled (2006), Life Without Principle (2011) oder Office (2015). Zuletzt produzierte er Soi Cheangs Ming On (Mad Fate), der im diesjährigen Berlinale Special präsentiert wird.
Encounters Jury 2023
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Die 1986 geborene Filmemacherin Dea Kulumbegashvili sorgte 2020 mit ihrem ersten langen Spielfilm Beginning international für Aufsehen. Nach der Einladung ins offizielle Programm des Filmfestivals in Cannes gewann der Film nicht nur den FIPRESCI-Preis in Toronto, sondern wurde außerdem in San Sebastián als Bester Film sowie für die Regie, das Drehbuch und die Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Bereits ihr erster Kurzfilm Invisible Spaces konkurrierte 2014 um die Kurzfilm Palme d‘Or in Cannes, zwei Jahre später feierte Léthé Weltpremiere in der Quinzaine des Réalisateurs. Zuletzt war Kulumbegashvilis audiovisuelle Installation Captives 2022 Teil der Ausstellung „Vive Le Cinema“ im Tabakalera Art Centre in San Sebastián und ist aktuell in der Sektion Art Directions: Installations beim Rotterdam International Film Festival 2023 zu sehen.
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Paolo Moretti arbeitete für verschiedene Filmfestivals und Institutionen, darunter das Centre Pompidou, die Filmoteca Española, die Cinemateca Portuguesa, das Leeds Film Festival und Cinéma du Réel. Von 2008 bis 2011 war er stellvertretender Direktor und Programmberater bei den Filmfestspielen von Venedig. Später arbeitete er als Programmgestalter für FIDMarseille, Visions du Réel und das Filmfestival Rom und leitete sechs Jahre lang La Roche-sur-Yon IFF. Von 2018 bis 2022 war er Generaldelegierter und künstlerischer Leiter der Directors' Fortnight in Cannes. Derzeit ist er Leiter der Filmabteilung an der ECAL, der Hochschule für Kunst und Design in Lausanne, Kurator des Filmprogramms der Fondazione Prada in Mailand und Direktor des Grütli Filmtheaters in Genf.
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Nach ihrem Abschluss an der Empros Theatre Drama School in ihrer Heimatstadt Athen gründete Angeliki Papoulia 2004 die blitz theatre group, mit der sie 13 Jahre als Autorin, Regisseurin und Schauspielerin in Europa aktiv war. Vor der Kamera sorgte sie in Dogtooth (2009) von Yorgos Lanthimos für Aufsehen, der in Cannes prämiert und für den Oscar nominiert wurde. Danach spielte sie in Lanthimos’ Alpen (2011) und The Lobster (2015) sowie in Syllas Tzoumerkas’ A Blast (2014) und Das Wunder im Meer von Sargasso (2019). 2022 war sie mit I Poli ke i Poli von Christos Passalis und Syllas Tzoumerkas und A Little Love Package von Gastón Solnicki zu Gast bei Berlinale Encounters und spielte in Human Flowers of Flesh von Helena Wittmann.
Internationale Kurzfilmjury 2023
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Cătălin Cristuțiu hat als Editor an über 70 Spielfilmen, Kurzfilmen sowie Fernsehserien mitgewirkt und unter anderem das gesamte Werk von Radu Jude geschnitten, darunter den 2015 bei der Berlinale mit dem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichneten Film Aferim! sowie Bad Luck Banging or Loony Porn, den Gewinner des Goldenen Bären 2021. Weitere Montagearbeiten Cristuțius umfassen If I Want to Whistle, I Whistle (Florin Şerban, Silberner Bär Preis der Jury 2010) sowie Blue Boy von Manuel Abramovich, der 2019 den Silbernen Bären Preis der Jury (Kurzfilm) erhielt. Cristuțiu ist auch als dramaturgischer Berater tätig und fokussiert sich in seiner eigenen Arbeit mittlerweile auf Filme, bei denen die Montage ein zentrales Mittel des künstlerischen Ausdrucks darstellt.
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Sky Hopinka, Angehöriger der Ho-Chunk Nation/Pechanga Band of Luiseño Indians, befasst sich in seinen poetischen, non-fiktionalen Video-, Foto- und Textarbeiten vor allem mit Heimat, Landschaft, Sprache als Kulturträger und der Dekonstruktion klassischer Erzählmuster. Dabei stehen die indigene Lebenserfahrung und Perspektive stets im Zentrum. Seine Werke wurden unter anderem im Museum of Modern Art New York, bei der Whitney Biennale, in der Tate Modern London, 2022 als Einzelausstellung im LUMA Arles sowie auf renommierten Filmfestivals weltweit gezeigt. 2022 war Sky Hopinka mit Kicking the Clouds bei Berlinale Shorts vertreten. Bis Ende Februar 2023 ist eine Einzelausstellung seiner Arbeiten in der Galerie Tanya Leighton in Berlin zu sehen.
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Isabelle Stever absolvierte ein Mathematikstudium, bevor sie sich dem Film zuwandte. Für ihren Abschlussfilm Erste Ehe erhielt sie unter anderem den Regie-Nachwuchspreis FIRST STEPS, für Gisela unter anderem den Crossing Europe Award sowie den Best Baltic Debut Award. Glückliche Fügung wurde 2010 auf dem Toronto International Film Festival uraufgeführt, Das Wetter in geschlossenen Räumen beim Busan International Filmfestival. 2009 war sie erstmals mit dem Kurzfilm Eine demokratische Gesprächsrunde zu festgelegten Zeiten als Teil des Filmprojekts Deutschland 09 auf der Berlinale vertreten und sorgte 2022 mit Grand Jeté im Panorama für Aufsehen. Sie ist auch als freie Dozentin an der Deutschen Film- und Fernsehakademie sowie an der Filmakademie Baden-Württemberg tätig.
Kinderjury Generation Kplus 2023
Über die Vergabe der Gläsernen Bären im Wettbewerb Generation Kplus entscheidet eine elfköpfige Kinderjury zwischen 11 und 14 Jahren. Sie wird über im Vorjahr eingereichte Filmfragebögen von der Sektionsleitung ausgesucht und von der Festivalleitung offiziell berufen.
Die Mitglieder der Generation Kplus Kinderjury 2023: Luan Faik Can, Valerie Louise Da Silva Matos, Timon Mahlke, Nina Marie Stellmacher, Defne Frida Sungu, Enno Winch, Jerrit Wunder.
Internationale Jury von Generation Kplus 2023
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Marco Alessi (they/them) ist ein*e BAFTA-nominierte*r Filmregisseur*in. Alessis Arbeit umspannt ebenso fiktionale wie dokumentarische Filme und wurde auf vielen Festivals gezeigt, unter anderem, auf dem London Film Festival, Raindance, Sundance London und der Berlinale. Bereits zwei Mal war Alessi mit Filmen bei Generation vertreten, 2020 in Generation Kplus mit toni_with_an_i und in 2019 mit Four Quartets in Generation 14plus, bei dem der Film eine Lobende Erwähnung der Jugendjury erhielt. Alessis ausgezeichnete Filme waren auf der Shortlist für den Grierson Award, BIFA, und für den London Critics‘ Circle nominiert. Aktuell entwickelt Alessi den ersten fiktionalen Langfilm mit Film4.
Marco Alessi übernimmt den Platz in der Jury für Alise Ģelze wegen krankheitsbedingten Ausfalls.