Jurys
Internationale Jury von Generation Kplus 2023


Venice Atienza ist eine philippinische Dokumentarfilmerin. Sie gründete Svemirko Film and Audiovisual Art Productions zusammen mit der taiwanischen Regisseurin und Produzentin Fan Wu und ist Mitglied der DAE-Documentary Association of Europe. Ihr erster Langfilm, Last Days at Sea, feierte seine Premiere bei der 71. Berlinale, lief bei Visions du Réel 2021 sowie Hot Docs und wurde vom IDFA Bertha Fund supportet. Der Film hat eine Förderung von DMZ Docs Rough Cut Presentation erhalten und weitere Auszeichnungen bei Visions du Réel – Rough Cut Lab 2020 gewonnen. Last Days at Sea ist Teil des IDFA Project Space 2020. Aktuell produziert Atienza einen Dokumentarfilm von Fan Wu mit dem Titel XiXi, der Teil von CIRCLE – Women Doc Accelerator 2020 ist.

Gudrun Sommer ist Leiterin von DOXS RUHR und Gründerin verschiedener Festivalformate im Dokumentarbereich. 2002 rief die studierte Philosophin das Festival doxs! und die doku.klasse ins Leben, einige Jahre später den Verein Freunde der Realität e.V. und das regionale Festival DOXS RUHR. Davor arbeitete sie als Kommissionsmitglied und Festivaldirektorin für die Duisburger Filmwoche, war Kuratorin und Jurymitglied u.a. bei der Diagonale, dem steirischen herbst, dem Kindermedienfestival Goldener Spatz, dem Goethe-Institut und dem Grimme-Preis. Mit ihrem Büro fair enough engagiert sie sich als Green Consultant Film & TV für nachhaltige und kollaborative Kulturarbeit.
Jugendjury Generation 14plus 2023
Über die Vergabe der Gläsernen Bären im Wettbewerb Generation 14plus entscheidet eine siebenköpfige Jugendjury zwischen 14 und 18 Jahren. Sie wird über im Vorjahr eingereichte Filmfragebögen von der Sektionsleitung ausgesucht und von der Festivalleitung offiziell berufen.
Die Mitglieder der Jugendjury Generation 14plus 2023: Leia Haarhuis, Leo Hanstein, Anna Lena Hiemer, Anouk Segebart, Jonas Volkers.
Internationale Jury von Generation 14plus 2023


Kateryna Gornostai ist eine ukrainische Regisseurin und Drehbuchautorin. Nach dem Abschluss ihres Journalismus-Studiums schrieb sie sich 2012 an Marina Razbezhkina und Mikhail Ugarovs School of Documentary Filmand Theatre ein. Ihr Filmdebüt gab sie als Dokumentarfilmerin, danach arbeitete sie vermehrt im fiktionalen Genre und mit Hybrid-Formen. 2015 gewann sie mit ihrem Kurzfilm Away in der National Competition beim Molodist International Film Festival. 2021 gewann ihr Spielfilmdebüt Stop-Zemlia den Gläsernen Bären der Jugendjury von Generation 14plus. Neben ihrer Arbeit als Filmemacherin und Editorin unterrichtet sie Dokumentarfilm. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine blieb sie zu Hause in Kyiv.

Fion Mutert ist Kameramensch und freiberuflich als Medienpädagoge tätig. 2020 lief sein Debütspielfilm Nackte Tiere (Regie: Melanie Waelde) auf der Berlinale bei Encounters. Der Film wurde im Rahmen der Cross Section Screenings auch bei Generation gezeigt und erhielt eine Lobende Erwähnung der Jury des GWFF Preis Bester Erstlingsfilm sowie Nominierungen in vier Kategorien für den Preis der deutschen Filmkritik, unter anderem für die Beste Bildgestaltung. Fion war Teil der Kinderjury bei Generation und drehte als Jugendlicher Filme, die auf zahlreichen Filmfestivals gezeigt und ausgezeichnet wurden. Seit 2021 studiert er an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) Bildgestaltung/Kamera.

Juanita Onzaga ist eine Filmemacherin und Künstlerin. Geboren in Kolumbien lebt sie zwischen Brüssel, Bogotá & Mexiko. Ihre Filme verbinden Fiktion mit Non-Fiction, kreisen um Mystizismus, Wissen der Ahnen und die Verarbeitung von durch Gewalterfahrung verursachtem Trauma. Ihre Arbeiten wurden auf der Cannes Directors Fortnight, bei Berlinale Generation, dem MoMa in New York, IFFR und vielen anderen Festivals und Veranstaltungen gezeigt und international ausgezeichnet. Aktuell entwickelt sie ihren ersten Spielfilm The Landscapes That You Seek sowie eine Serie von Installationen über Ahnen-Futurismus.
GWFF Preis Bester Erstlingsfilm Jury 2023


Ayten Amin, 1978 in Alexandria geboren, studierte zunächst Filmkritik bei der Egyptian Cinema Writers & Critics Association und anschließend Film an der American University in Kairo, bevor sie ihre Karriere als Regisseurin begann. Nachdem der Dokumentarfilm Tahir (2011), an dem sie als Koregisseurin beteiligt war, Weltpremiere in Venedig feierte, gab sie zwei Jahre später mit Villa 69 ihr Spielfilmdebüt. Mit Souad, einem Förderprojekt des Berlinale World Cinema Fund, wurde sie 2020 in die offizielle Auswahl des Festivals in Cannes eingeladen und präsentierte den Film 2021 beim Berlinale Summer Special. Souad, der außerdem beim Tribeca Film Festival prämiert wurde, vertrat 2021 Ägypten im Oscar-Rennen.

Die französische Programmerin Judith Revault d’Allonnes ist seit September 2022 Leiterin für Kino in der Kulturabteilung des Centre Pompidou. Bereits seit 2000 war sie dort als Programmerin tätig und hat die bedeutendsten Figuren des modernen und zeitgenössischen Kinos durch Retrospektiven und Ausstellungen begleitet. Daneben verfasst Judith Revault d’Allonnes auch Beiträge für Magazine, insbesondere als Redaktionsmitglied von „Trafic - Almanach de cinéma“, und Sammelwerke. Sie veröffentlichte ein Essay über Leos Caraxs Holy Motors (Yellow Now, 2016) und das erste französischsprachige Buch über Kelly Reichardt, „Kelly Reichardt, l’Amérique retraversée“ (De l‘Incidence, Centre Pompidou, 2020).

Cyril Schäublin wurde 1984 in Zürich geboren und studierte zunächst Mandarin und Film an der Zhong Xi Academy in Beijing, bevor er seinen Abschluss im Fach Regie an der DFFB in Berlin machte. Schäublins Kurzfilme wurden weltweit auf zahlreichen Filmfestivals aufgeführt. Sein Langfilmdebüt Dene wos guet geit feierte 2017 in Locarno Premiere und gewann eine Reihe an Auszeichnungen, darunter den Preis für den besten Film beim Edinburgh International Film Festival. 2022 folgte Unrueh, der seine Weltpremiere bei der Berlinale hatte, wo Schäublin in der Sektion Encounters mit dem Regie-Preis ausgezeichnet wurde. Anschließend lief der Film auch bei den Festivals in Toronto, New York, San Sebastián, Thessaloniki und wurde auf der Viennale mit dem FIPRESCI-Preis ausgezeichnet.
Jury Berlinale Dokumentarfilmpreis 2023


Seit 2017 ist Emilie Bujès künstlerische Leiterin des Festivals Visions du Réel in Nyon. Darüber hinaus war sie unter anderem als Programmberaterin bei der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes, als stellvertretende künstlerische Direktorin beim Festival International du Film de La Roche-sur-Yon sowie als Kommissionsmitglied beim Centre national des arts plastiques (CNAP) in Paris tätig. Sie lehrte an den Hochschulen HEAD in Genf und der HKB in Bern, war Kuratorin am Centre d‘Art Contemporain Genève und wirkte unter anderem an der Programmgestaltung für das Zentrum für Zeitgenössische Kunst Vilnius und die Transmediale mit und war Mitherausgeberin des Buchs „Encircling the Image of Trauma“. 2014 erhielt sie den Swiss Art Award für Kunst- und Architekturvermittlung.

Als Produzentin, Regisseurin und Programmerin trägt Diana Bustamante seit Jahren wesentlich dazu bei, das kolumbianische Kino international als feste Größe zu etablieren. Bereits zweimal waren ihre Produktionen im Forum der Berlinale vertreten: 2010 Crab Trap von Oscar Ruíz Navia, der mit dem FIPRECSI-Preis ausgezeichnet wurde, sowie 2015 Jorge Foreros Violencia. Zu ihren weiteren Filmen als Produzentin gehören César Augusto Acevedos Land and Shade (2015), Refugiado (2014) von Diego Lerman und Julio Hernádez‘ Buy Me a Gun (2018), die in Cannes Premiere feierten. Dort wurde auch 2021 der von ihr mitproduzierte Memoria von Apichatpong Weerasethakul mit dem Jury-Preis ausgezeichnet. Von 2014 bis 2018 war Bustamante Künstlerische Leiterin des Cartagena International Film Festivals.

Die Themen des Filmemachers und Schriftstellers Mark Cousins sind das Sehen, das Kino, Kindheit, Politik und Städte. Sein erster Dokumentarspielfilm The First Movie (2009) wurde mit dem Prix Italia ausgezeichnet. Bei der Berlinale 2009 erhielt er den Manfred-Salzgeber-Preis. Sein 930-minütiges Werk The Story of Film: An Odyssey (2011), das auf seinem gleichnamigen Buch basiert und unter anderem im Berlinale Special lief, wurde mit dem Peabody Award geehrt und beeinflusste die Filmkultur weltweit. Zu seinen weiteren Filmen gehören Atomic (2015), The Eyes of Orson Welles (2017), Women Make Film (2019) und The Story of Looking (2021). Im Jahr 2022 wurden seine Filme My Name is Alfred Hitchcock und The March on Rome in Telluride und Venedig uraufgeführt.
Berlinale Series Award-Jury 2023


Die dänische Drehbuchautorin, Showrunnerin und ausführende Produzentin war bereits mit zwei Serien Gast bei Berlinale Series – mit der Sitcom Splitting Up Together (2016), deren US-Remake mit Jenna Fischer von Ellen DeGeneres produziert wurde, und mit dem Crime Drama Snow Angels (2021). Heeno absolvierte ihr Drehbuchstudium an der renommierten National Film School of Denmark und hat seit ihrem Abschluss 2001 über 20 Filme und Serien geschrieben, darunter All Inclusive (2014), Park Road (2009-2010) und zuletzt die High-End-Serie Carmen Curlers (seit 2022) über den Erfinder des elektronischen Lockenstabs in den 1960er Jahren, die bereits um zwei weitere Staffeln verlängert wurde.

Zuletzt zu sehen in Bones and All, wechselt Schauspieler André Holland zwischen Theater, Serie und Film. Bekannt durch seine Rollen in Sugar (2008), Miracle at St. Anna (2008), 42 (2013), Passing (2021) und den beiden Academy Award-prämierten Filmen Selma (2014) und Moonlight (2016), spielte er im Theater zuletzt den Othello am Londoner Shakespeare’s Globe. Mit Steven Soderbergh drehte er den Film High Flying Bird (2019) und die Serie The Knick (2014-2015). In der Serie The Eddy (Berlinale Series 2020), Damien Chazelles Liebesbrief an die Pariser Jazzkultur, übernahm er die Hauptrolle und co-produzierte sie. Demnächst spielt er die Hauptrolle in der AppleTV+-Serie The Big Cigar und mit Gemma Chan im Film The Actor unter der Regie von Duke Johnson.

Die in Tel Aviv geborene und in Berlin lebende Produzentin und Global Content Executive arbeitet grenz-, genre- und formatübergreifend. Sie gründete die israelischen yes Studios, ein Development- und Distributions-Powerhouse für High-End-Projekte. Hier schuf sie israelische Serien für ein globales Publikum, darunter Fauda (seit 2015), Shtisel (2013-2021) und The Devil Next Door (2019) und verantwortete zahlreiche internationale Adaptionen, darunter Your Honor (2020-2023) / Euer Ehren (2022) nach dem israelischen Original Kvodo (2017) und As We See It (2022) nach dem Original On the Spectrum (2018). Zweifach wurde Danna Stern bereits vom Branchenmagazin „Variety“ zu einer der „Top 500 Global Media Leaders“ gekürt.
Alle Preise & Jurys 2023
Internationale Jury 2022


Der Drehbuchautor, Produzent und Regisseur M. Night Shyamalan fesselt mit seinen Genrefilmen seit drei Jahrzehnten weltweit das Publikum. Sein beeindruckendes Filmschaffen umfasst rund 14 Spielfilme als Kinoregisseur. Der Durchbruch gelang ihm 1999 mit dem Psychothriller The Sixth Sense, in dem Bruce Willis die Hauptrolle spielte. Der Film erzielte das zweithöchste Einspielergebnis des Jahres und erhielt sechs Oscar-Nominierungen. Danach feierte Shyamalan mit Unbreakable – Unzerbrechlich (2000), Signs – Zeichen (2002) und The Village - Das Dorf (2004) eine Reihe von Kinoerfolgen. The Visit war 2015 der erfolgreichste Horrorfilm des Jahres. Diesen Erfolg konnte er mit seinem nächsten Film Glass (2019) wiederholen. Ebenso erfolgreich startete er 2015 seinen Auftakt im TV-Bereich mit der zehnteiligen Serie Wayward Pines für FOX, die auf den gleichnamigen Bestseller-Romanen basiert. Zuletzt war Shyamalan Showrunner für die preisgekrönte AppleTV+-Serie Servant, bei der er auch die Regie für einige Episoden übernahm. Im Sommer 2021 startete sein jüngster Kinofilm, Old, der auf der Graphic Novel „Sandcastle“ basiert. Aktuell arbeitet Shyamalan an seinem nächsten Film, Knock at the Cabin, der im Februar 2023 in die Kinos kommen wird.

Karim Aïnouz studierte zunächst Architektur in Paris und Brasilien, bevor er einen Abschluss in Filmwissenschaft an der New York University machte und als Regieassistent für Todd Haynes praktische Erfahrungen sammelte. Sein Spielfilmdebüt Madame Satã feierte 2002 Premiere in Cannes, später liefen O Céu de Suely (Suely im Himmel, 2006) und Viajo Porque Preciso, Volto Porque te Amo (I Travel Because I Have To, I Come Back Because I Love You, 2009) in Venedig. Ein regelmäßiger Gast ist Aïnouz auch bei der Berlinale: 2014 nahm er mit Praia do Futuro (Futuro Beach) am Wettbewerb teil, parallel lief im Berlinale Special Cathedrals of Culture (Kathedralen der Kultur), bei dem er einer von sechs Regisseur*innen war. Seine beiden Dokumentarfilme Zentralflughafen THF (2018), ausgezeichnet mit dem Amnesty International Award und Nardjes A. (2020) wurden im Panorama gezeigt. Sein Spielfilm A Vida Invisível (Die Sehnsucht der Schwestern Gusmão) erhielt 2019 in Cannes den Hauptpreis der Sektion Un Certain Regard; zwei Jahre später lief auch sein autobiografisches Werk O Marinheiro das Montanhas an der Croisette.

Saïd Ben Saïd ist ein französisch-tunesischer Filmproduzent sowie Gründer und Vorsitzender von SBS Productions. Er produzierte bereits 40 Filme, darunter Regiearbeiten von Paul Verhoeven, David Cronenberg, Roman Polanski, Brian De Palma, Nadav Lapid, Philippe Garrel, Walter Hill, Alain Corneau, Kleber Mendonça Filho, André Téchiné und Ira Sachs. Zu seinen jüngsten Filmen gehören: David Cronenbergs Maps to the Stars mit Julianne Moore, die in Cannes als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde; Paul Verhoevens Elle, der 2017 bei den Golden Globes als Best Foreign Picture geehrt wurde; Nadav Lapids Synonymes, der den Goldenen Bären bei der Berlinale 2019 gewann sowie Kleber Mendonça Filhos Bacurau, der 2019 in Cannes den Jury-Preis erhielt. Zuletzt produzierte er Paul Verhoevens Benedetta, der 2021 im Wettbewerb von Cannes Premiere feierte. 2015 gründete Ben Saïd seine Verleihfirma SBS Distribution und den internationalen Zweig SBS International, um seine eigenen Produktionen zu vertreiben.

Anne Zohra Berrached, 1982 in Erfurt als Tochter einer Deutschen und eines Algeriers geboren, studierte zunächst Sozialpädagogik und arbeitete als Theaterpädagogin in London, bevor sie sich dem Filmemachen zuwandte. Nach dem ersten eigenen Kurzdokumentarfilm Der Pausenclown (2009) studierte sie an der Filmakademie Baden-Württemberg. Ihr erster abendfüllender Spielfilm Zwei Mütter wurde 2013 bei der Berlinale in der Perspektive Deutsches Kino mit dem „DFJW-Preis Dialogue en perspective“ bedacht, drei Jahre später ging 24 Wochen im Wettbewerb ins Rennen um den Goldenen Bären. Der Film wurde mit dem Deutschen Filmpreis in Silber ausgezeichnet und erhielt den Gilde-Filmpreis. Ihren jüngsten Film Die Welt wird eine andere sein präsentierte Berrached, die in ihren Filmen meist professionelle Schauspieler*innen gemeinsam mit Laien agieren lässt und auf größtmögliche Authentizität setzt, 2021 im Panorama der Berlinale. Neben ihren Arbeiten fürs Kino inszenierte die Filmemacherin drei viel beachtete Tatort-Episoden.

Die simbabwische Filmemacherin und Schriftstellerin Tsitsi Dangarembga studierte zunächst in Cambridge und an der University of Zimbabwe, bevor sie schließlich für ein Regiestudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie nach Berlin kam. Als Drehbuchautorin oder Regisseurin war sie an etlichen der filmischen Meilensteine ihres Heimatlandes beteiligt, darunter Neria (1991), Flame (1996), Everyone’s Child (1996) oder I Want a Wedding Dress (2011). 1992 gründete sie ihre eigene Produktionsfirma Nyerai Films, 2003 das International Film Festival for Women in Harare, aus dem auch der African Women Filmmakers’ Development Hub hervorging. Darüber hinaus ist sie eine der Mitbegründerinnen des Institute of Creative Arts for Progress in Africa (ICAPA) Trusts. Dangarembgas jüngster Roman „Überleben“ - der Abschluss ihrer Trilogie, zu der auch „Der Preis der Freiheit“ (1988) und „The Book of Not“ (2006) gehören - stand 2020 auf der Short List für den Booker Prize. 2021 wurde sie mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels sowie mit dem PEN Pinter Prize und dem PEN International Award for Freedom of Expression ausgezeichnet.

2021 war Ryûsuke Hamaguchi mit seinem Episodenfilm Wheel of Fortune and Fantasy erstmals im Wettbewerb der Berlinale vertreten, wo er mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet wurde. Im gleichen Jahr erhielt er auch den Preis für das Beste Drehbuch beim Festival in Cannes, wo seine Murakami-Verfilmung Drive My Car Premiere feierte. Seinen ersten Film Passion, mit dem er sein Studium an der Universität der Künste Tokio abschloss, hatte Hamaguchi 2008 beim Filmfestival von San Sebastián präsentiert. Es folgten der Spielfilm The Depths sowie die dokumentarische Tōhoku-Trilogie (Sound of the Waves, Voices from the Waves, Storytellers), die er zwischen 2011 und 2013 gemeinsam mit Ko Sakai inszenierte. Der internationale Durchbruch gelang ihm 2015 mit Happy Hour, der seine Weltpremiere in Locarno feierte. Drei Jahre später wurde er mit Asako I & II erstmals in den Wettbewerb in Cannes eingeladen. Neben seinen Regiearbeiten schrieb er auch das Drehbuch für Kiyoshi Kurosawas Wife of a Spy, der 2020 den Silbernen Löwen für die beste Regie in Venedig erhielt.

Connie Nielsen wurde in Dänemark geboren, wo ihre Bühnenkarriere an der Seite ihrer Mutter in politischen Revue- und Varietéshows begann. Sie zog als junge Frau nach Frankreich und Italien, um ihr Studium fortzusetzen und ihre internationale Schauspielkarriere voranzubringen. In den USA spielte sie in Ridley Scotts Oscar-Gewinner Gladiator (2000), Mission to Mars (2000) von Brian de Palma und Basic (Basic – Hinter jeder Lüge eine Wahrheit, 2003). Für Susanne Biers Brothers (Brothers – Zwischen Brüdern, 2003) stand sie erstmals in ihrer Heimat vor der Kamera und wurde dafür unter anderem für den Europäischen Filmpreis nominiert und in San Sebastián sowie mit dem dänischen Filmpreis Bodil ausgezeichnet. Nielsen drehte auch mit Regisseuren wie Olivier Assayas (Demonlover.com, 2002) oder Lars von Trier (Nymphomaniac: Teil 1, 2013) und war in Blockbustern wie Wonder Woman (2017) von Patty Jenkins und Zack Snyder’s Justice League (2021) zu sehen. Zuletzt war sie als Hauptdarstellerin und Executive Producer an der britischen Serie Close to Me (2021) beteiligt. Nielsen ist außerdem Gründerin der Organisationen Human Needs Project und Road to Freedom Scholarships.
Jury Encounters 2022


Die Spanierin Chiara Marañón ist Director of Content bei MUBI. Sie hat einen Bachelor in Filmwissenschaften und Masterabschlüsse von der International Film & TV School in Kuba und von der University of Westminster. Marañón war bereits mehrmals Jurymitglied bei internationalen Filmfestivals, darunter Mar de Plata und Jeonju, und kuratierte Programme für das FICCI in Cartagena und das Tabakalera Centre for Contemporary Art in San Sebastián. Bei The Girl in the Lemon Factory (2013) führte sie Regie und arbeitete mit dem renommierten iranischen Regisseur Abbas Kiarostami am Drehbuch zusammen. Sie gehörte vor über zehn Jahren zu den ersten Mitarbeiter*innen von MUBI und ist zurzeit die Hauptverantwortliche für die globalen Einkäufe und die Programmierung bei MUBI mit einem Fokus auf Europa. Sie unterstützt Partnerschaften und kümmert sich auch um Inhalte für MUBI GO in Großbritannien.

Ben Rivers ist ein britischer Künstler und Filmemacher. Für seinen ersten Langfilm Two Years at Sea (Zwei Jahre auf See) erhielt er 2011 den FIPRESCI-Preis beim Filmfestival in Venedig. 2014 gewann er für Things zum zweiten Mal den Kurzfilm-Tiger beim International Film Festival Rotterdam. 2015 war er mit The Sky Trembles and the Earth Is Afraid and the Two Eyes Are Not Brothers für den Goldenen Leoparden in Locarno nominiert. Auch mit seinem dreifach ausgezeichneten Kurzfilm The Hunchback feierte Rivers mit Ko-Regisseur Gabriel Abrantes 2016 in Locarno Premiere. Gemeinsam mit Ben Russell inszenierte Rivers zwei Filme: A Spell to Ward Off the Darkness (Ein Zauber Gegen die Dunkelheit) und The Rare Event, mit dem er 2018 zu Gast im Forum Expanded der Berlinale war.

Silvan Zürcher ist ein Schweizer Produzent, Drehbuchautor und Regisseur. Er studierte Philosophie, Filmwissenschaft und Germanistik in Bern und Zürich, danach Filmproduktion an der DFFB in Berlin. Sein erster Langspielfilm Das merkwürdige Kätzchen (Regie: Ramon Zürcher) feierte seine Premiere 2013 im Forum der Berlinale und wurde fortan auf zahlreichen internationalen Festivals gefeiert und vielfach prämiert. 2017 gründete er die Produktionsfirma Zürcher Film. 2021 feierte sein zweiter Langspielfilm Das Mädchen und die Spinne (in Ko-Regie mit Ramon Zürcher) seine Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale Sektion Encounters und wurde mit dem Preis für die Beste Regie und dem FIPRESCI-Preis ausgezeichnet.
Internationale Kurzfilmjury 2022


Rosa Barba, Künstlerin und Filmemacherin, verbindet in ihrem Werk Filme, Skulpturen, Installationen, Live-Performances, Texte und Publikationen, die auf den materiellen und konzeptionellen Qualitäten des Kinos beruhen. Sie kreiert Installationen und ortsspezifische Interventionen, in denen untersucht wird, wie Film die physische Qualität des Raumes definiert und das Werk und die Betrachtenden in eine neue Beziehung setzt. Ihre filmischen Arbeiten sind zeitlich unbestimmt, sie bewegen sich zwischen experimenteller Dokumentation und fiktionaler Erzählung. Barbas Werke sind in internationalen Sammlungen, renommierten Institutionen und Biennalen vertreten, darunter: Tate Modern London, Dia Art Foundation New York, Pirelli Hangar Bicocca Milan, Arter Istanbul, Jeu de Paume Paris, Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía Madrid, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Biennale di Venezia. Die Neue Nationalgalerie in Berlin feierte ihre Wiedereröffnung 2021 auch mit einer Ausstellung von Rosa Barbas Arbeiten.

Payal Kapadias poetisches, sehr persönliches und gleichzeitig höchst politisches Langfilmdebüt A Night of Knowing Nothing wurde 2021 in der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes uraufgeführt und erhielt den sektionsübergreifenden L'Œil d'Or-Preis für den besten Dokumentarfilm. Es wurde als „eines der elektrisierendsten Debüts dieses Jahres“ bezeichnet und erhielt beim Toronto International Film Festival (TIFF) und Mar del Plata International Film Festival weitere Preise. Ihr letzter Kurzfilm And What Is the Summer Saying feierte 2018 bei der Berlinale seine Premiere und erhielt u.a. den Special Jury Prize beim International Documentary Filmfestival Amsterdam (IDFA). Im Jahr davor kam Afternoon Clouds 2017 bei der Cinéfondation in Cannes zur Uraufführung. The Last Mango Before the Monsoon wurde 2015 bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen mit dem FIPRESCI Preis sowie dem Special Jury Prize ausgezeichnet. Kapadia ist Berlinale Talents Alumna und arbeitet in Mumbai derzeit an ihrem nächsten Langfilm.

Reinhard W. Wolf leitet das Mainzer Kommunale Kino CinéMayence, das nicht nur für seine sorgfältig kuratierten Filmprogramme bekannt ist, sondern auch dafür, alle gängigen Filmformate – bis hin zum Super-8-Film – zur Aufführung zu bringen. Als Publizist liegt sein thematischer Schwerpunkt auf den neuen Medien und dem Kurzfilm. Er arbeitet als freiberuflicher Redakteur für das online erscheinende Kurzfilmmagazin shortfilm.de und ist Autor zahlreicher Zeitschriften- und Buchbeiträge sowie von zwei Studien zur Situation des deutschen Kurzfilms: Expertise zur Situation des deutschen Kurzfilms (Oberhausen 1998) und Kurzfilm in Deutschland – Studie zur Situation des kurzen Films (Dresden 2006). Er ist seit vielen Jahren im In- und Ausland als Film- und Medienkunstkurator für Ausstellungen und Filmfestivals tätig, insbesondere für die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen.
Kinderjury Generation Kplus 2022
Über die Vergabe der Gläsernen Bären im Wettbewerb Generation Kplus entscheidet eine Kinderjury zwischen 11 und 14 Jahren. Sie wird über im Vorjahr eingereichte Filmfragebögen von der Sektionsleitung ausgesucht und von der Festivalleitung offiziell berufen.
Die Mitglieder der Generation Kplus Kinderjury 2022: Tilda Aue, Maria Fock, Connar Beck Lowe, Henri Maritoh, Leonardo Urrutia Schwarze, Kerstin Teichmann und Ida Lilli Zschaubitz.
Internationale Jury von Generation Kplus 2022


Die in Bolivien geborene Kamerafrau erhielt 2021 als erste Frau den spanischen Filmpreis Goya für ihre Arbeit an Pilar Palomeros preisgekröntem Spielfilmdebüt Las niñas. Der Film feierte 2020 im Wettbewerb von Generation Kplus seine Weltpremiere. Auch mit As duas Irenes (2017) und La eterna noche de las doce lunas (2013) war Daniela Cajías bei Generation vertreten - zwei Filme, die erfolgreich auf internationalen Festival liefen und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden.

Geboren in Halle/Saale, mit Stationen in Leipzig, München und Berlin, war Nicola Jones als Consultant und Referentin im Bereich Filmförderung sowie internationale Filmbeziehungen und EU-Filmpolitik tätig. 2016 übernahm sie die Leitung des Deutschen Kinder Medien Festivals Goldener Spatz. Als Geschäftsführerin der gleichnamigen Kindermedienstiftung ist sie mit der Initiative KIDS Regio weiterhin auf europäischer Ebene aktiv.

Der in Mexiko geborene Regisseur, Drehbuchautor und Editor studierte Audiovisuelle Künste in Guadalajara und realisierte zahlreiche Kurzfilme, bis er 2014 sein Langfilmdebüt Somos Mari Pepa bei Generation präsentierte. 2020 gewann er mit Los lobos den Großen Preis der Internationalen Jury Generation Kplus sowie den während der Berlinale vergebenen Friedensfilmpreis. Seit 2021 ist Samuel Kishi Leopo Goodwill Ambassador der UN Organisation für Migration (IOM).
Jugendjury Generation 14plus 2022
Über die Vergabe der Gläsernen Bären im Wettbewerb Generation 14plus entscheidet eine Jugendjury zwischen 14 und 18 Jahren. Sie wird über im Vorjahr eingereichte Filmfragebögen von der Sektionsleitung ausgesucht und von der Festivalleitung offiziell berufen.
Die Mitglieder der Jugendjury Generation 14plus 2022: Luise Dahns, Christian Fock, Quintus Gramowski, Viola Weiser und Helene Alma Zschaubitz.
Internationale Jury Generation 14plus 2022


Der Filmkritiker ist als Festival-Programmer und Kurator für die Internationalen Filmfestspiele von Venedig sowie als künstlerischer Berater für verschiedene internationale Filminstitutionen tätig. Als Produzent war der gebürtige Italiener bereits mehrmals mit Filmen (Cha và con và, Hele Sa Hiwagang Hapis, Chitrashala) im Berlinale-Wettbewerb vertreten.

Die preisgekrönte, britisch-australischen Regisseurin, Drehbuchautorin und Gewinnerin des BAFTA Breakthrough 2020 war mit Let’s Dance: Bowie Down Under 2015 erstmals im Wettbewerb von Generation 14plus vertreten. 2017 stellte sie dem Berlinale-Publikum ihren Kurzfilm White Riot: London vor. 2020 kehrte sie mit der langen, dokumentarischen Arbeit White Riot nach Berlin zurück und erhielt die Lobende Erwähnung der Generation-Jugendjury. Aktuell arbeitet Rubika Shah an A Saudi Tale für BBC Film.

Mit seinem Debütfilm My Entire Highschool Sinking into the Sea war der Comicautor und Animator 2017 erstmals bei Generation zu Gast. Sein zweiter Langfilm Cryptozoo feierte seine Premiere auf dem Sundance Film Festival und gewann den NEXT Innovator Award. Im Rahmen der 71. Berlinale erhielt der Animationsfilm die Lobende Erwähnung im Wettbewerb 14plus der Internationalen Jury von Generation. Der US-Amerikaner ist Autor mehrerer Graphic Novels, zuletzt erschien „Discipline“ bei New York Review Comics.
Jury GWFF Preis Bester Erstlingsfilm 2022


Gaia Furrer wurde 1975 in Italien geboren und schloss ihr Studium der Filmgeschichte an der Universität La Sapienza in Rom ab. Mit Film Italia, der öffentlichen Agentur für die Förderung italienischer Filme im Ausland, arbeitete sie zusammen an nationalen und internationalen Projekten. Furrer war zudem als Kuratorin und Beraterin für verschiedene Filmfestivals tätig. Seit 2004 arbeitet sie als Programmleiterin beim Noir in Festival, einem der wichtigsten europäischen Festivals mit Schwerpunkt auf das Genre Film Noir. Als Programmerin und Programmleiterin hat sie bereits seit der ersten Ausgabe an der unabhängigen Giornate degli Autori (GDA)-Reihe der Internationale Filmfestspiele von Venedig mitgewirkt. 2020 wurde sie zu deren Künstlerischer Leiterin ernannt.

Vimukthi Jayasundara ist ein preisgekrönter Regisseur aus Sri Lanka, der für seine surrealen Filme bekannt ist. Nachdem er seinen Dokumentarfilm Land of Silence (Land des Schweigens und der Dunkelheit, 2002) gedreht hatte, gewann er für seinen ersten Spielfilm Sulanga Enu Pinisa (2005) die Camera d’or für den Besten Debütfilm in Cannes. Es folgten Ahasin Wetei (2009), der am Wettbewerb in Venedig teilnahm, Chatrack (2012), der in der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes präsentiert wurde, und Sulanga Gini Aran, der 2015 für den Wettbewerb in Locarno ausgewählt wurde. 2012 wurde Jayasundara als einer von drei internationalen Regisseur*innen ausgewählt, die einen Film für das Jeonju Digital Project drehen sollten. Derzeit arbeitet er an seinem neuen Spielfilm Turtle’s Gaze on Spying Stars.

Shahrbanoo Sadat ist eine afghanische Filmemacherin, die kurz nach der Machtübernahme der Taliban im August 2021 aus Kabul evakuiert wurde. Ihr Debütfilm Wolf and Sheep gewann 2016 den Hauptpreis in der Reihe Quinzaine des Réalisateurs in Cannes. Ihr zweiter Spielfilm Parwareshgah (Kabul Kinderheim) wurde unter anderem vom Berlinale World Cinema Fund gefördert und feierte ebenfalls bei der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes seine Premiere. Beide Filme gehören zu einer fünfteiligen Reihe, die auf Anwar Hashimis 800-seitigen autobiografischen Texten basiert. Seit 2020 arbeitet Sadat am dritten Film der Reihe, der romantischen Komödie Kabul Jan, die vor der aktuellen politischen Situation in Kabul spielt.